Innovationsfreundliche Lausitz: Zellen oder Ökosystem? – L&T CONNECTS mit innova.GEIST

11. November 2025

Am 27. Oktober 2025 versammelten sich in der RABRYKA in Görlitz Unternehmer:innen sowie Forschungs- und Netzwerkakteur:innen zur letzten Veranstaltungreihe im Rahmen des Netzwerkformats L&T CONNECTS.

Unter dem Motto „Innovationsfreundliche Lausitz: Zellen oder Ökosystem?“  bot das Projektteam von Innova.GEIST Einblicke in das Forschungsprojekt, in dem seit eineinhalb Jahren die Verknüpfung sozialer und technologischer Innovationen in der Lausitz erforscht wird.

Julia Gabler, Anja Mutschler (beide TRAWOS-Institut) und Christoph Steffan (Aqva Synergy GmbH) präsentierten hierbei die entwickelten Formate Innovakeln und das Kartenset Innova.QUEST. Beide Tools wurden als Einladung zum Dialog, zur Orientierung und zum gemeinsamen Weiterdenken im Wandel erprobt.

Die Teilnehmer:innen hatten die Möglichkeit, Innovakeln als kooperatives Denkformat selbst auszuprobieren. Mit dem Transferwerkzeug Innova.QUEST wurde praktisch reflektiert, was es bedeutet, nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg neu zu denken.

Die Veranstaltung richtete sich vor allem an:

  • Unternehmer:innen, die nachhaltige Innovation als mehr als Effizienz und Geschwindigkeit verstehen und bereit sind, neue Perspektiven zu wagen.
  • Kommunen, Initiativen und Forschungsakteur:innen, die Lust haben, Routinen zu hinterfragen und voneinander zu lernen.

Die Teilnehmenden beschäftigte das Sichtbarmachen von „echten Resultaten“ im Strukturwandel, sie wünschten sich noch mehr Qualität in der Betreuung von Gründer:innen. Zudem wurden zu wenig aktive Menschen und zu viele Widerstände im Kontext des gesellschaftlichen Zusammenhalts beobachtet. Es stellte sich die Frage „Wer ist die Region?“ Auch Lösungsansätze wurden geteilt: durch Authentizität und „Bottom-up“-Ansätze ansatzweise wie „..wie die Region zu denken…“, d.h Verständnis für die (historischen, ökonomischen, gesellschaftlichen) Hintergründe zu entwickeln.

Der Fokus lag darauf, Räume für Suchbewegungen und offene Antworten zu schaffen – denn , sondern durch gemeinsame Reflexion und Vernetzung.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Teilnehmenden in einer Abschlussrunde um Feedback gebeten. Die Teilnehmenden schätzten die neuen Formate und zeigten Interesse daran, die Tools auch zukünftig einzusetzen. Es zeigte sich zudem der Bedarf, das Kartenset anhand eines konkreten Anwendungsfalls auszutesten.

Nach der Feedbackrunde, erhielten die Teilnehmende durch die Geschäftsführerin Julia Schlüter die Gelegenheit, die RABRYKA kennenzulernen – ein Zentrum für Jugend- und Soziokultur in Görlitz, das zeigt, wie soziale Innovationen durch partizipative Ansätze, kulturelle Vielfalt und bürgerschaftliches Engagement gelingen können.

Die Veranstaltung machte deutlich: Die Lausitz steht für Wandel – und dieser Wandel gelingt am besten, wenn Akteur:innen aus verschiedenen Bereichen zusammenkommen, Fragen teilen und gemeinsam neue .

Und genau hier setzte das Format L&T CONNECTS von Anfang an an. In insgesamt sechs Veranstaltungen wurden L&T Projekte praxisnah vorgestellt und der fachspezifische Austausch zwischen den Gremien, den Bündnispartnern und interessierten potenziellen Partnern in der Region ermöglicht und intensiviert. Das Format diente neben der Vernetzung von Forschung mit regionalen Unternehmen, der Verzahnung von Projekten und neuen Projektideen.

Die Veranstaltungsreihe hat gezeigt: – und die Lausitz hat das Potenzial, diesen Dialog lebendig und nachhaltig zu gestalten.